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Erweiterung der Beschneiungsanlage am Markbachjoch
Die Beschneiungsanlage im Skigebiet Markbachjoch wurde seit 1997 gestaffelt ausgebaut und verfügte vor der neuerlichen Erweiterung im letzten Sommer über zwei Speicherteiche mit insgesamt 42.500 m³ Volumen und 39 Schneekanonen bzw. 15 Lanzenschneeerzeuger. Damit war der Hauptteil der Pisten abgedeckt, nicht jedoch die Beschneiung der Hochbergabfahrt. Diesen Bereich zu modernisieren hat man sich erst vor einigen Jahren entschieden – es wurde statt des vorhandenen 1er Sesselliftes eine kuppelbare 4er Sesselbahn errichtet – und zum Konzept gehört natürlich eine entsprechende technische Beschneiung. Somit werden ab der Saison 2010/11 hier insgesamt 47 Propellerkanonen und 85 Lanzen 50 ha Pistenfläche beschneien. Es stehen letztlich 240 l/s Wasserleistung zur Verfügung, davon werden 100 l/s jetzt neu installiert.
Ein Knackpunkt des Erweiterungskonzeptes war natürlich die Erhöhung der Wasserbevorratung. Im Skigebiet selber fand sich jedoch kein geeigneter Platz für einen zusätzlichen, 45.000 m³ fassenden Speicherteich. So musste außerhalb des Gebietes ein Standortgesucht werden. Schließlich wurde man im Bereich der Holzalm auf 1.360 m Höhe fündig. Der Speicher soll künftig auch im Sommer ein attraktives Wanderziel sein. Der Hochpunkt der Anlage befindet sich auf 1.560 m bei der Bergstation der Lanerköpflbahn. Weil zwischen Berg und Tal ein hoher Druckunterschied besteht, wurde auf 1.230 m Seehöhe eine Druckreduzierstation errichtet. Außerdem wird zusätzlich die Einspeisung in das bestehende Schneileitungssystem Tennladen vorgenommen, womit Engpässe in der Wasserversorgung der Vergangenheit angehören sollen.
Die komplette neue Trasse erstreckt sich über ca. 7.000 Laufmeter, wobei in machen Abschnitten bis zu 4 Rohre und zahlreiche Kabel gleichzeitig verlegt werden müssen. Weiters wurde ein Abwasserkanal bis zur Anton Graf Hütte installiert. Nach Abschluß der Bauarbeiten sind beinahe 100% des Skigebiets Markbachjoch technisch beschneibar.
Professionisten
Ausührungsplanung/Bauleitung: AEP Planung & Beratung GmbH, Schwaz
Einreichplanung: Klenhart & Partner Cunsulting ZT GmbH, Absam
Teichbau: Hollaus Bau GmbH, Uderns
Folienverlegung: IAT,Weitensfeld
Baumeisterarbeiten +Feldleitungsbau: Fröschl AG & Co.KG, Oberndorf
Mechanik Pumpstationen: Nivis GmbH,Sterzing
Elektrotechnik Pumpstationen: R+S Group Regeltechnik, Wals
Schneitechnik: Snowstar GmbH, Gussago (I)
Gussrohre: Duktus TirolerRohrsysteme GmbH, Hall
Kabel-Lieferant: TechnoAlpinAustria GmbH, Innsbruck
Es ist auch gelungen, mehrere Wildschönauer Firmen als Subunternehmer einzubinden